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Landrat Cord Bockhop: „In Wagenfeld fangen wir an, hier geht die Welle los!”

Bereits über 1000 Zuhörer bei den ersten Informationsabenden zum Thema Breitbandausbau in Wagenfeld

Wagenfeld. Der Anfang ist gemacht: Annähernd 250 Zuhörerinnen und Zuhörer interessierten sich in der Aula der Auburg-Grundschule in Wagenfeld für das Thema Breitbandausbau im Landkreis Diepholz. Der Informationsabend war der erste von fünf Veranstaltungen in Wagenfeld und Ströhen und gleichzeitig Auftakt für insgesamt mehr als 50 Info-Abende im gesamten Landkreis Diepholz.

Die Besucher aus dem Ortsteil Haßlingen zeigten großes Interesse an der zukunftsweisenden Mega-Baumaßnahme, hörten zu, klatschten wiederholt Beifall und stellten zum Schluss detaillierte Fragen. Bei den ebenfalls gut besuchten weiteren Informationsabenden für die Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteilen Förlingen, Neustadt und Bockel sowie aus der Ortschaft Ströhen war das nicht anders.

Bauherr für die Großbaumaßnahme ist der Landkreis Diepholz. An der Spitze des Eigenbetriebes steht Geschäftsführer Günter Klingenberg. Den Vorsitz im Betriebsausschuss hat Landrat Cord Bockhop. Die Firma „nordischnet“, regionale Marke des Kieler Netzbetreibers GVG Glasfaser, hat den Zuschlag erhalten, das schnelle Internet in alle Teile des Landkreises zu bringen. Ab Herbst dieses Jahres von Wagenfeld aus in Richtung Norden, zeitgleich von Bassum aus in südlicher Richtung.

Bürgermeister Matthias Kreye, der zur Auftaktveranstaltung eingangs neben den Besuchern auch Landrat Cord Bockhop und Kreisrat Jens-Hermann Kleine vom Landkreis sowie den Bassumer Bürgermeister begrüßt hatte, appellierte an alle Zuhörer, die einmalige Chance zu nutzen, die Zukunft nach Wagenfeld zu holen. „Hinter der geplanten Maßnahme steht der Landkreis, jetzt wird gebaut“, betonte Kreye und erinnerte an die Schwierigkeiten, die er als Bürgermeister seit drei Jahren habe, um eine Glasfaserversorgung für Wagenfeld und Ströhen zu erreichen

„Entscheidet euch rechtzeitig für den Zukunftsschritt“, wünschte sich der Bürgermeister eine gute Quote und damit die Gewissheit, dass die Bagger im Herbst in Wagenfeld anrollen können. „Einen Glasfaseranschluss wird es in nächster Zeit nicht wieder so günstig geben wie jetzt“, warb Kreye für die Vorteile des geplanten Glasfasernetzes. Er verschwieg auch nicht die hohen Kosten, die bei einem späteren Hausanschluss entstehen würden. Gesprochen wurde im Laufe der anderthalbstündigen Info-Veranstaltung über 4.000 Euro und mehr pro Anschluss, „wenn die Bagger durch sind.“

Zuvor hatte schon Claudia Pelzl, Projektleiterin des künftigen Netzbetreibers „nordischnet“ die Vorzüge der Vertragsabschlüsse bis zum 31. August dieses Jahres schmackhaft gemacht. Für annähernd 2.000 Wohneinheiten sei der Hausanschluss in den Gemeindebereichen mit „weißen Flecken“ (unter 30 Mbit/s) umsonst. Es werde lediglich eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 69 Euro pro Anschluss erhoben. Zu den etwa hundert Häusern, die in Wagenfeld und Ströhen weit verstreut liegen, sagte die Kieler Projektleiterin, dass sich eine Anbindung aus wirtschaftlicher Sicht zwar nicht lohne, der Landkreis sich aber bemühe, dafür ebenfalls Fördermittel zu erhalten, um dort zu einem späteren Zeitpunkt Hausanschlüsse zu ermöglichen. Zudem seien bei ihrer Firma bereits Anfragen eingegangen, ob das Glasfaserkabel bis zu den entlegenen Häusern verlegt werde, wenn die Hauseigentümer die notwendigen Tiefbauarbeiten in Eigenleistung erbringen würden. Auch die Tatsache bewertete die „nordischnet“-Repräsentantin positiv.

Erneut wies die Projektleiterin darauf hin, dass auch Hausanschlüsse ohne Vertragsabschluss möglich seien. Die würden allerdings 799 Euro kosten. Das gelte beispielsweise für Bürger, die ihr Haus zukunftsfit machen wollten, die Mieter aber keinen Vertrag wünschten. Nicht nur Pelzl ist der Meinung, dass sich Glasfaser versorgte Häuser besser verkaufen ließen. „Ein Glasfaseranschluss wird sich künftig wesentlich auf den Wert einer Immobilie auswirken“, stellte beispielsweise auch Bürgermeister Kreye heraus. Wann genau der Ausbau in Wagenfeld beginne, ließ die Projektleiterin in ihren etwa einstündigen Ausführungen offen und verwies auf unvorhersehbare Unwägbarkeiten, mit denen man beim Tiefbau rechnen müsse. Sie beteuerte aber, dass „unter Licht gebaut“ werde, die Leitungen angeschlossen und genutzt werden könnten, sobald die Arbeiten in einem Bereich abgeschlossen seien.

„In Wagenfeld fangen wir an, hier geht die Welle los“, versicherte Landrat Cord Bockhop in seinem Kurzstatement, und Kreisrat Kleine erläuterte, dass der Eigenbetrieb des Landkreises in den Breitbandausbau 180 Mio. Euro investiere. Geplant sei, 2.000 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen und im gesamten Landkreis 15.300 unterversorgte Gebäude anzuschließen. Die Gesamtmaßnahme sei in acht Verkaufscluster mit 24 Baulosen und vier Materiallosen gesplittet, beschrieb er die künftige Vorgehensweise für die Baumaßnahme. „Heute geht die Tür auf“, freute sich Kleine und verband damit die Aussage, dass man Zukunft bauen könne. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der angepeilte Zeitrahmen eingehalten werden könne. Die Bauarbeiten sollten Anfang August in Wagenfeld beginnen und spätestens zweieinhalb Jahre später mit dem letzten Ausbaugebiet im Landkreis abgeschlossen sein. Eine feste Zusage gab aber auch der Kreisrat nicht. Der Landkreis sei davon abhängig, dass sich genügend Tiefbauunternehmen für die Arbeiten fänden, sagte er.

Ein Quäntchen optimistischer fielen die Aussagen von Landrat Bockhop aus. Es sei schon so, dass die regionalen Tiefbaufirmen Interesse an den umfangreichen Arbeiten hätten. „Es hat bereits Anfragen von Unternehmen gegeben, die sich beteiligen möchten.“ Im Übrigen würde immer ein Baucluster lückenlos abgeschlossen, bevor es mit den Arbeiten in der nächsten Kommune weitergehe.       -gw-

ses Jahres schmackhaft gemacht. Für annähernd 2.000 Wohneinheiten sei der Hausanschluss in den Gemeindebereichen mit „weißen Flecken“ (unter 30 Mbit/s) umsonst. Es werde lediglich eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 69 Euro pro Anschluss erhoben. Zu den etwa hundert Häusern, die in Wagenfeld und Ströhen weit verstreut liegen, sagte die Kieler Projektleiterin, dass sich eine Anbindung aus wirtschaftlicher Sicht zwar nicht lohne, der Landkreis sich aber bemühe, dafür ebenfalls Fördermittel zu erhalten, um dort zu einem späteren Zeitpunkt Hausanschlüsse zu ermöglichen. Zudem seien bei ihrer Firma bereits Anfragen eingegangen, ob das Glasfaserkabel bis zu den entlegenen Häusern verlegt werde, wenn die Hauseigentümer die notwendigen Tiefbauarbeiten in Eigenleistung erbringen würden. Auch die Tatsache bewertete die „nordischnet“-Repräsentantin positiv.

Erneut wies die Projektleiterin darauf hin, dass auch Hausanschlüsse ohne Vertragsabschluss möglich seien. Die würden allerdings 799 Euro kosten. Das gelte beispielsweise für Bürger, die ihr Haus zukunftsfit machen wollten, die Mieter aber keinen Vertrag wünschten. Nicht nur Pelzl ist der Meinung, dass sich Glasfaser versorgte Häuser besser verkaufen ließen. „Ein Glasfaseranschluss wird sich künftig wesentlich auf den Wert einer Immobilie auswirken“, stellte beispielsweise auch Bürgermeister Kreye heraus. Wann genau der Ausbau in Wagenfeld beginne, ließ die Projektleiterin in ihren etwa einstündigen Ausführungen offen und verwies auf unvorhersehbare Unwägbarkeiten, mit denen man beim Tiefbau rechnen müsse. Sie beteuerte aber, dass „unter Licht gebaut“ werde, die Leitungen angeschlossen und genutzt werden könnten, sobald die Arbeiten in einem Bereich abgeschlossen seien.

„In Wagenfeld fangen wir an, hier geht die Welle los“, versicherte Landrat Cord Bockhop in seinem Kurzstatement, und Kreisrat Kleine erläuterte, dass der Eigenbetrieb des Landkreises in den Breitbandausbau 180 Mio. Euro investiere. Geplant sei, 2.000 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen und im gesamten Landkreis 15.300 unterversorgte Gebäude anzuschließen. Die Gesamtmaßnahme sei in acht Verkaufscluster mit 24 Baulosen und vier Materiallosen gesplittet, beschrieb er die künftige Vorgehensweise für die Baumaßnahme. „Heute geht die Tür auf“, freute sich Kleine und verband damit die Aussage, dass man Zukunft bauen könne. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der angepeilte Zeitrahmen eingehalten werden könne. Die Bauarbeiten sollten Anfang August in Wagenfeld beginnen und spätestens zweieinhalb Jahre später mit dem letzten Ausbaugebiet im Landkreis abgeschlossen sein. Eine feste Zusage gab aber auch der Kreisrat nicht. Der Landkreis sei davon abhängig, dass sich genügend Tiefbauunternehmen für die Arbeiten fänden, sagte er.

Ein Quäntchen optimistischer fielen die Aussagen von Landrat Bockhop aus. Es sei schon so, dass die regionalen Tiefbaufirmen Interesse an den umfangreichen Arbeiten hätten. „Es hat bereits Anfragen von Unternehmen gegeben, die sich beteiligen möchten.“ Im Übrigen würde immer ein Baucluster lückenlos abgeschlossen, bevor es mit den Arbeiten in der nächsten Kommune weitergehe.       -gw-

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