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Mit Fotos die Natur verstehen

Jonathan Olbert gibt im Dienstleistungszentrum einen Einblick in das Projekt „Fuelle”

Wagenfeld. Der gute Besuch passte famos zum Titel: Bei der Eröffnung der jüngsten Kunstausstellung „Fuelle“ mit „Lichtsammlungen“ des Künstlers Jonathan Olbert im Dienstleistungszentrum in Wagenfeld waren Foyer und die Gänge parterre und im Obergeschoss gut gefüllt. Olbert hat mit der beeindruckenden Ausstellung sein künstlerisches Wirken der vergangenen zehn Jahre in 24 großformatigen Bildern an die Wände des DLZ gebracht.

Der von Leta Henderson geleitete Popchor Wagenfeld vertonte die künstlerischen Arbeiten an den hellen DLZ-Wänden, Ausstellungspatin Mechtild Beverborg von der Steuerberatungsgesellschaft Paulussen & Partner hieß Gastgeber und Gäste willkommen, Carmen Finkenstädt, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Kunst in der Provinz“, stellte heraus, dass sich das DLZ immer mehr einem Hotspot der Kunst mit ständig steigernder Qualität entwickele, und Jonathan Olbert führte selbst in die Ausstellung ein. „Ich habe viele Zeilen geschrieben, die ich hier sagen wollte“, stellte er eingangs heraus und setzte seine Werke dann doch völlig freisprechend richtig in Szene.

Die etwa 20 Sängerinnen des Popchores gaben sich zum Einstieg ungewohnt südamerikanisch. „Machen wir nicht oft, passt aber heute Abend“, war von Leta Henderson zu hören. Shakiras „Waka Waka“  hallte durch die DLZ-Räume, „um Klang in das Licht der Ausstellung zu bringen.“ Das gleiche Ziel verfolgte der Chor mehrstimmig mit einem getragenen Song aus Afrika:  „Adiemus“. Leta Henderson wünschte der Ausstellung einen erfolgreichen Verlauf und stellte mit ihren Sängerinnen musikalisch fest: „Manchmal sind die Dinge gar nicht so . . .“

An die Adresse des Popchores gerichtet fand es Mechtild Beverborg klasse, dass der Klangkörper bereits die dritte Ausstellungseröffnung im DLZ musikalisch begleite und beteuerte, dass sie gern die Patenschaft für die bis zum 15. August dieses Jahres laufende Ausstellung übernommen habe. Beverborg betonte, dass von der Kooperation des Vereins „Kunst in der Provinz“ und dem DLZ beide Seiten profitieren würden. Die Künstler hätten eine Plattform, um ihre Werke zu zeigen, die Besucher des Dienstleistungszentrums den Genuss, Kunst in heimischen Gefilden zu schnuppern.

Carmen Finkenstädt wünschte der Ausstellung seitens von „Kunst in der Provinz“ viel Erfolg und zollte der Organisatorin und Initiatorin ein dickes Lob: „Die Ausstellungen im DLZ sind inzwischen eine feste Größe und eng mit einem Namen verbunden: Brigitte Cording. Es ist großartig, wie du dich für die Kunst engagierst.“ Zudem nutzte Finkenstädt die Gelegenheit, auf eine zweite Fotoausstellung hinzuweisen, die seit Ende Mai in der Auburg zu sehen ist.

Mit bewegenden Worten gab Jonathan Olbert einen Einblick in seine Kunst. Der Prozess sei auch nach der Auswahl der Ausstellungsbilder noch intensiv weitergegangen“, teilte er mit. Viele Nächte habe er vor dem PC durchgearbeitet, tagsüber dann Ruhepausen gebraucht, um wiederum neues Licht zu sammeln. „Ich habe mich mit geschlossenen Augen in die Sonne gelegt, das Licht aufgenommen und mich davon erfüllen lassen.“ Das habe ihm  nachts vor dem Computer sehr geholfen. Er hätte dann sozusagen auf das Sonnenlicht in sich zurückgegriffen und sich in die Stimmung der Natur zurückversetzt.

Zu sehen sind der Ausstellung 24 Fotografien in Schwarz-Weiß und Tonung. Die ältesten Motive von der Westküste Irlands gehen auf das Jahr 2010 zurück, die überwiegend am Dümmer entstandenen Wasserstudien sind zwei bis vier Jahre alt, und die Arbeiten aus dem Diepholzer Moor entstanden von 2012 bis 2016, die Beispiele von Olberts jüngster Entwicklung sind von 2016 bis heute am Rande des Stemweder Berges.

Ziel von Jonathan Olbert ist, mit dem Projekt „Fuelle“ den Mitmenschen den Wert der Schätze der Natur durch öffentliche Darbietungen großformatiger fotografischer Arbeiten nahe zu bringen. „Fuelle“ ist die bisher größte Ausstellung des Lemförder Künstlers und gleichzeitig die erste von mehreren geplanten Präsentationen des Projekts.                 Gerhard Scheland

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