Zum Inhalt springen Menü

Sie sind hier:

Neuer Schiedsmann ins Amt eingeführt

Andreas Stasik und Reinhard Heider sind jetzt in der Gemeinde Wagenfeld zuständig

Wagenfeld. Mit einem Dank an die bisherigen Schiedspersonen in der Gemeinde Wagenfeld leitete Bürgermeister Matthias Kreye in einer Sitzung die Übergabe an einen neugewählten Schiedsmann ein. Da der bisherige Schiedsmann Rolf Hespos, der für den Ortsteil Wagenfeld zuständig war, sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, musste man sich für einen Nachfolger entscheiden. Rolf Hespos hatte das Amt fünf Jahre ausgefüllt und dafür dankte ihm der Bürgermeis-ter ganz besonders. „Ich habe den größten Respekt vor dem, was ihr als Schiedsleute macht“, betonte der Bürgermeister in der kleinen Feierstunde.

Der Rat der Gemeinde Wagenfeld hatte zuvor die Aufgabe, einen Nachfolger auszuwählen. Die Wahl viel letztendlich auf Andreas Stasik, der schon vor einigen Wochen offiziell amtlich verpflichtet worden war.

Für Andreas Stasik bedeutet diese Arbeit als Schiedsperson eine ganz neue Aufgabe. Der 58-jährige Wagenfelder war schon mehrere Jahre als Schöffe am Landgericht z.B. an Verfahren von Wirtschaftskriminalität bis Totschlag beteiligt. „Dort wurde gerichtet, hier wird geschlichtet“, stellte Andreas Stasik den Unterschied zu seiner neuen Aufgabe heraus. Er sei immer kommunikativ unterwegs und deshalb werde er versuchen, die streitenden Parteien an einen Tisch zu bekommen, um sich außergerichtlich zu einigen. Im Vorfeld habe er  schon bei Mediationen assistiert und in Vermittlungsgesprächen die Position des jeweiligen Gegners eingenommen, wenn sich die Streitparteien nicht an einen Tisch setzen wollten, so Andreas Stasik weiter.

Andreas Stasik und auch Reinhard Heider versprachen, mit allen Beteiligten eine einvernehmliche Lösung zu erarbeiten, um so den Gang vors Gericht zu vermeiden. In der Gemeinde Wagenfeld sind Reinhard Heider und Andreas Stasik in den kommenden fünf Jahren in solchen Fällen zur Stelle. Bei Bedarf werden sich Reinhard Heider und Andreas Stasik gegenseitig vertreten.

Für Reinhard Heider, der in erster Linie für die Ortschaft Ströhen zuständig ist, beginnt am 1. Januar 2020 die zweite Amtszeit. Er erzählte während der Sitzung im Rathaus, dass es nicht  ausschließlich Nachbarschaftsstreitigkeiten seien, bei denen die Schiedspersonen vermittelten, aber häufig. Nach der Erfahrung von Heider genüge oft ein sogenanntes „Tür-und-Angel-Gespräch”, um einen Disput beizulegen. „Der Vorteil in einer kleinen Gemeinde ist, dass man die meisten Leute kennt und da findet man leichter einen Weg, als wenn man es mit Unbekannten zu tun hat”, ist Reinhard Heider überzeugt.

Manchmal scheitere dieses Ziel allerdings am mangelnden Willen der Streitenden. Viele hätten heute eine Rechtsschutzversicherung und so sei es dann egal, ob der Streit vor Gericht gehe, weil es sie ja nichts koste. Insgesamt scheine die Gemeinde Wagenfeld im Vergleich mit den Verfahrenszahlen in Kommunen des nördlichen Landkreises ein friedliches Fleckchen zu sein.

Der Ströher Reinhard Heider ist inzwischen schon der Vierte in seiner Familie, der das Schiedsamt in dieser Ortschaft ausübt. Nach seiner Pensionierung hatte das Amt  der frühere Kriminalhauptkommissar vor fünf Jahren von seiner Frau Irmgard übernommen.

Die Kontaktdaten der beiden Schiedspersonen der Gemeinde Wagenfeld sind im Internet unter www.wagenfeld.de zu finden oder im Ordnungsamt bei Elke Grütter unter 05444 9881-26 zu erfragen.         -kr-

Zurück zum Seitenanfang