Page 4 - Kloensnack Ausgabe 597
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Ferienspaß-Aktion 2021                                       Hause gehen musste. Es war also kein   Lesen Sie unsere
                                                                  Wunder, dass sich bei dem einen oder
     Der Schützenverein Wagenfeld-Haßlingen hatte                 anderen Kind die Augen weiteten, als der   Online-Ausgabe unter
                                                                  größte Pott gesichtet wurde. Als Sieger ih-
     zum Preisschießen für Kinder eingeladen                      rer jeweiligen Altersklasse gingen Lasse   www.kloensnack.de
                                                                  und Luca Winkelmann hervor.
     Wagenfeld. Im Rahmen der Ferienspaß-
     Aktion der Gemeinde Wagenfeld veran-
     staltete der Schützenverein Wagenfeld-
     Haßlingen ein Preisschießen für Kinder,
     das unter Berücksichtigung der gelten-
     den Hygienevorschriften stattfand. Insge-
     samt 20 Kinder im Alter zwischen sechs
     und zwölf Jahren nahmen teil und hatten
     sichtlich Spaß an der Aktion.
     Die jungen Schützinnen und Schützen
     konnten sich - innerhalb ihrer Altersklas-
     se - in vier Disziplinen beweisen: Schie-
     ßen mit dem Luft- und/oder Lichtgewehr,
     Biathlon- und Bogenschießen. Damit es
     möglichst gestärkt und ohne Magen-
     knurren an den Schießstand ging, wur-
     den Getränke und Bratwurst während der
     gesamten Veranstaltung verteilt. Den An-
     reiz möglichst „Gut Schuss“ zu beweisen,
     schuf die Firma Eils Sportpreise. Er stellte
     Pokale unterschiedlicher Größen zur Ver-
     fügung und dieses in einer Anzahl, dass
     keines der Kinder mit leeren Händen nach


     Wagenfelder Wache                                                            Garten-Service GmbH
                                                                                     Haus- und
                                                                                   In den Hügeln 3
                                                                                   49419 Wagenfeld
     gegen den Wolf                                               Minibaggerarbeiten

     Veranstaltung von Landvolk und LSV mit 50                     Tel. 05444 9946513 · info@reko-servicegmbh.de
     Teilnehmern - Umfrage belegt Akzeptanz von
     Bestandsregulierung                                                           49419 Wagenfeld +  HEIZSYSTEME GmbH & Co. KG
                                                                                   49448 Hüde    Ihr Spezialist für Holz-
     Wagenfeld. Die Wagyu-Rinder, eine ur-  auf dem Hof Nackenhorst Sorge bereitet,   Tel. 05444 9946515
     sprünglich japanische Nutztierrasse, schau-  wie auch Weidetierhalter und Interessierte   Rasenmäher (Akku / Benzin)  und Pelletheizungen
     en nur mäßig interessiert dem Treiben zu   aus der Region und darüber hinaus. Iris Ra-  www. reuter-gartentechnik.de  Telefon 05774-997920
     – am vergangenen Wochenende teilten   demacher hat über Facebook von der Ak-
     sich die Tiere ihre Weide auf dem Hof Nak-  tion erfahren und ist extra aus Verden an-
     kenhorst in Wagenfeld für einen Abend mit   gereist. „Um ein Zeichen zu setzen, dass   sie. „Ich finde den Wolf wunderschön, aber   Zustimmungswerte für Bestandskontrollen
     50 Menschen, die dem Aufruf von Land-  es so nicht weitergeht“, wie sie sagt. Ob-  ich möchte ihn nicht mit meinen Tieren füt-  (70 Prozent) und notfalls den Abschuss von
     volk und „Land schafft Verbindung“ zu ei-  wohl sie selber keine Weidetiere hält, fühlt   tern“, so Hübinger. „Wir können doch nicht   Wölfen, die Weidetiere reißen, (65 Prozent)
     ner symbolischen Wolfswache gefolgt wa-  sie sich durch die immer weitere Ausbrei-  alles einzäunen. Wo bleiben dann die ande-  seien deutlich. „Die Politik sollte daher keine
     ren. Die Teilnehmer wollten ein Zeichen   tung des Wolfes bedroht. Andere haben be-  ren Wildtiere?“ fragt ein weiterer Teilneh-  Angst haben, diese Maßnahmen umzuset-
     setzen, dass die Ausbreitung des Wolfes   reits Konsequenzen gezogen. „Ich stelle die   mer. Die Bevölkerung findet die Rückkehr   zen und damit die Weidetierhaltung zu si-
     klare Grenzen und ein aktives Management   Tierhaltung ein“, bedauert Petra Hübinger.   des Wolfes überwiegend gut, das ergibt ei-  chern“, fordert Meyer. Die Auffassung, man
     braucht. Landesweit taten es ihnen an dem   Die Wagenfelderin züchtet Marokkanische   ne repräsentative Umfrage, die im Auftrag   dürfe nicht regulierend tätig werden, sei ei-
     Wochenende hunderte an vielen Orten im   Berberpferde. Bei einem Riss würde ihr   des Aktionsbündnisses erstellt wurde und   ne Mindermeinung. „Die Menschen wie hier
     Rahmen eines „Aktionstages Wolf“ gleich.   der Marktwert der Tiere nicht ersetzt wer-  die an dem Abend vom Landvolk präsen-  auf dem Land aber auch in der Stadt sehen
     „150 Meter von hier hatte der Wolf vor drei   den. Die Pferde und Fohlen würde sie zur-  tiert wird. „67 Prozent begrüßen die Wie-  sehr wohl, dass nur ein pragmatischerer
     Wochen zugeschlagen“, berichtet Henrik   zeit nah beim Hof auf einer kleineren Wei-  deransiedlung des Wolfes“, erläutert Ste-  Umgang mit dem Thema Wolf auf Dauer
     Nackenhorst den Teilnehmern. „Wir hat-  de halten und nachts einstallen. „So stelle   fan Meyer. „Aber 72 Prozent sehen auch   eine Koexistenz sichert“, unterstreicht der
     ten Schafe rund um die Biogasanlage, ge-  ich mir Tierhaltung aber nicht vor“, betont   die Probleme für die Weidetierhaltung.“ Die   Landvolk-Referent abschließend.     -sme-
     sichert durch einen Elektrozaun. Morgens
     lagen sie tot in der Weide und am Mittag lief
     ein Wolf noch hintern Hof über das Feld.“
     Junglandwirt Nackenhorst hat nun Angst
     um seine Rinder. Sowohl die Wagyus wie
     auch die Milchkühe des Betriebes sieht er
     gefährdet. „Die Leute wollen die Weide-
     tierhaltung. Das passt mit dem Wolf mo-
     mentan so aber nicht zusammen“, stellt der
     Wagenfelder Landwirt klar. „Schnelle Ent-
     nahme von Problemwölfen, Bestandsregu-
     lierung der Wolfspopulation, rechtssichere
     Ausgleichszahlungen bei Rissen, bessere
     Förderung von Herdenschutzmaßnahmen
     und wo diese nicht möglich sind, z.B. an
     der Küste auf den Deichen, die Errichtung
     von wolfsfreien Zonen“, fasst Stefan Meyer,
     Referent des Landvolkes Diepholz die For-
     derungen der Weidetierhalter und Land-
     wirte, die sich im „Aktionsbündnis Aktives
     Wolfsmanagement“ zusammengeschlossen
     haben, zusammen. Unter den Teilnehmern
     finden sich viele Wagenfelder, die der Riss   Weidetierhaltung braucht Grenzen für den Wolf: Dafür setzen die Teilnehmer in Wagenfeld ein deutliches Zeichen.
                                                                                                            Foto: Landvolk Diepholz
       4   KLÖNSNACK · 597. Ausgabe - 3. September 2021
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